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Integrative Erziehung
Ausgehend vom Grundsatz der Gleichwertigkeit und Würde aller Menschen ist Integration eine Verpflichtung und soziale Notwendigkeit. Aus diesem Grund wurde 1994 das Grundgesetz im Artikel 3, Abs.3 ergänzt:
"Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
Integrative Arbeit bezieht sich auf alle Lebensbereiche, vom Kindergarten bis zum Arbeitsplatz. Es sollte das Miteinander von nicht Behinderten und Behinderten als normal erlebt werden.
Voraussetzung von Integrationsarbeit ist die Freiwilligkeit aller Beteiligten: Eltern von Kindern mit und ohne Behinderung, der Träger und das gesamte pädagogischer Personal sollen freiwillig auf Grund der eigenen Überzeugung an der gemeinsamen Aufgabe mitwirken.
"Es gibt keine Norm für das Menschsein.
Es ist normal, verschieden zu sein
(Richard v. Weizsäcker, 1.7.1993, Bonn).
Im Mittelpunkt steht die ganzheitliche Förderung aller Kinder unter Berücksichtigung ihrer persönlichen Lebenssituationen, ihrer Entwicklungsmöglichkeiten und ihrer Bedürfnisse.
Jedes Kind kann sich entsprechend seiner Möglichkeiten an den pädagogischen Angeboten und Aktivitäten beteiligen.
Integrativ-Kinder erhalten zusätzlich therapeutische Förderung. Therapeuten und Erzieher arbeiten eng zusammen. Ein reger Austausch ist wichtig, da jede Berufsgruppe das Kind aus einer anderen fachlichen Perspektive sieht. Im Ganzen ergibt sich so ein umfassendes Bild vom Kind.
Wir orientieren uns in der integrativen Arbeit an dem Entwicklungsstand, der Befindlichkeit und den Bedürfnissen des einzelnen Kindes. Die behinderungsspezifische Einzelförderung ist nicht primär die Aufgabe des pädagogischen Personals (dafür ist das externe Personal die Therapeuten zuständig), sondern die Bewältigung des gemeinsamen Alltags und des Gruppenlebens entsprechend der individuellen Möglichkeiten der Kinder. An das bereits Erreichte wird motivierend angeknüpft.
Gezielte Angebote zur Wahrnehmungsförderung werden in den Gruppenalltag integriert.
Die Vorzüge integrativer Arbeit kommen der Entwicklung aller Kinder zugute.
Die immer neuen Erkenntnisse unserer täglichen Arbeit machen eine ständige fachliche Weiterbildung aller Kolleginnen notwendig.
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Chancen einer integrativen Gruppe
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